Heu dämpfen oder wässern?

Eine Studie vom Agroscope untersucht die Auswirkung auf Heu, welches gewässert oder gedämpft wird.

Fazit der Studie:
Durch das Dämpfen kann der Keimgehalt reduziert werden.
Durch das Wässern nimmt mit zunehmender Wässerungsdauer
einerseits der Keimgehalt zu und andererseits der Zuckergehalt
ab (wegen der Aktivität der Hefen). Lange gewässertes Heu ist nicht mehr zur Verfütterung
geeignet.

35488-36043-de-pub (1) Heu dämpfen oder wässern

Empfehlung Cavaleiras: Nach 1 Stunde wässern sinkt der Zuckergehalt um ca. die Hälfte, die Keime haben sich noch nicht grossartig vermehrt, vorausgesetzt es herrschen Temperaturen um die 20 Grad.

Länger gewässertes Heu, vorallem auch im Sommer/an der Sonne, soll nicht mehr verfüttert werden wegen der hohen Verkeimung und daraus resultierenden Gärung.

Fellwechsel beim Pferd

Wussten Sie das der Sommerfellwechsel (Haare bilden) im Sommer/Herbst anstrengender ist für das Pferd als der Winterfellwechsel im Frühjahr (Haare abwerfen)?

Mit der Sommersonnenwende beginnt das Pferd das alte Sommerfell abzuwerfen und das neue Sommerfell tritt an seine Stelle. Gebildet wird es aber vorher, nämlich bereits im Juni.

Dieses neue Sommerfell muss zweimal halten: diesen Sommer und den Sommer im nächsten Jahr. Im Herbst wird dann das Winterfell dazu gebildet und die Haut verdickt, was ein nochmals erhöhter Bedarf an Aminosäuren darstellt. Aminosäuren sind enthalten in Getreide oder  zBsp. Esparsetten. Wenn man bedenkt, wie viele Haare fürs Winterfell hergestellt werden müssen, zBsp. bei einem Tinker bis zu 10 kg Winterfell, ist da schon einiges an Aminosäuren nötig: 8-10% Mehrbedarf im Herbst. Wird darauf Rücksicht genommen, fallen die Pferde auch weniger zusammen.

Falls Sie also Ihr Pferd unterstützen möchten , damit es ein gesundes Sommerfell und jetzt noch das Winterfell bilden kann, fangen Sie jetzt an: zum Beispiel mit Goldwert Nr.4 (Spurenelemente) und Esparsette (natürliche Aminosäuren). 12.August 2019

Interview mit Conny Röhm zum Thema Winter

6 Fragen an Conny Röhm zum Thema Winter: 06. Februar 2019

1. Deine Tipps zur Winterweide:“Optimal ist ein befestigter Auslauf , so können die Weiden ruhen, Grasnarbe wird geschont,  ausserdem ist das Gras im Winter wenig vorteilhaft: hoch im Zucker, pilzbelastet, gefroren, Darmflora leidet, wenn Winterweide, dann täglich.“

2. Wie siehen die Heuanalysen 2018 aus?:“ Sie sind sehr unterschiedlich ausgefallen je nach Region, auch mal hoch im Zucker und mit wenig Protein. Heu mit 20% Zucker: ist so für Pferde nicht geeignet, taugen noch zur Rinderfütterung, es besteht Hufrehegefahr.
Da das Heu knapp in diesem Winter ist, mischen mit anderem Heu, mit Stroh.“

3. Unser Heu hat viele verschiedene Qualitäten, jeder Ballen ist anders: „Bei verschiedenen Heuqualitäten von jeder Sorte einige Proben ziehen, Mischung einschicken, wichtig ist der Durchschnitt.“

4. Der Stallbesitzer hat wenigt Interesse an einer Heuanalyse, Argumente für eine Heuanalyse: „mit einer Analyse kann sichtbar gemacht werden, was enthalten ist, also kann davon berechnet werden, wie viel gefüttert werden soll, man kann reagieren statt korrigieren, es gibt den betriebswirtschaftlichen Nutzen: gesunde Pferde, kein unnötiger Heuverbrauch, da Heumenge entsprechend angepasst werden kann, und nicht erst, wenn die Pferde bereits übergewichtig/krank sind. Wer füttert ist mitverantwortlich für die Gesundheit des Pferdes.“

5. Kotwasser im Winter, warum? „Statistisch gesehen ist die Hauptursache Stress: Stress mit zuwenig Platz, zu eng mit den Artgenossen, zuwenig Bewegung/ Auslauf.
An zweiter Stelle mangelnder Auslauf/Bewegung, an dritter Stelle das Futter. Können diese Ursachen nicht behoben werden, kann auch ein Zusatzfutter wenig helfen.“

6. Im Winter sind die Pferde oft mit Stroh fressen beschäftigt, ist das ein Problem für Kotwasserpferde? “ Stroh löst bei wenigen Pferden Kotwasser aus durch den hohen Ligningehalt.
Oftmals mehr Kotwasser auslösend als das Stroh an und für sich sind Schimmelpilzbelastungen von Heu und Stroh.
Auch sollte das Futter überprüft werden: kriegt mein Pferd genug Protein und passende Spurenelementmenge? Ist mein Pferd unregelmässig auf der Winterweide? Gibt es sehr viele wechselnde Heusorten? Hat es Stress?“.

Vielen Dank liebe Conny:-)

Bücher von Conny zum Thema Kotwasser: Rashid hat Kotwasser

Futterberatung

Bei gesundheitlichen Problemen und Unsicherheiten bezüglich Fütterung, welches und wie viel Futter braucht mein Pferd, hilft einerseits eine Weiterbildung, oftmals jedoch auch eine individuelle Beratung weiter.

Bedarfsberechnung aufgrund Pferderasse, Bewegung, Futter und Heuanalyse, persönliche Beratung und Besuch im Stall.

Unser Empfehlung:

Karin Wirth, sie ist eine unabhängige Ernährungsberaterin für Pferde und arbeitet im Sinne von Conny Röhm, Standort Wald (zwischen Winterthur und Rapperswil Jona)

www.pferdefutterberatung.ch

Barbara Wintsch, sie ist eine unabhängige Ernährungsberaterin für Pferde im Sinne von Conny Röhm, Thomas Kranz. Standort: Hedingen (zwischen Zürich und Zug)

www.pferdeernaehrung.ch

Wie bestimme ich den Bedarf meines Pferdes

Um zu wissen, ob mein Pferd das bekommt, was es braucht oder ob irgendwelche Mängel vorhanden sind, das kann sein im Bereich Spurenelemente, Protein oder Raufasern, benötigen Sie folgende Daten:

  1. ein aktuelles Blutbild, testen lassen auf alle Spurenelemente, aber 2-3 Tage vorher keine Mineralien (sei es im Kraftfutter oder im Mineralfutter oder im Leckerli) verfüttern.
  2. eine aktuelle Heuanalyse
  3. Gewicht Ihres Pferdes (kann man auch ausrechnen)
  4. Rasse und Alter
  5. Futtermenge: was bekommt mein Pferd in Kilogramm pro Tag von was (Kraftfutter, Heu, Stroh, Zusatzfutter)
  6. Appetitsgrenze bestimmen: wie viel möchte mein Pferd fressen an Rauhfutter, wenn es frei wählen kann.
    Wie bestimmt man nun die Appetitsgrenze? Pferd separieren, wägen was man gibt (Heu/Stroh (1/3 der Ration)) und schauen was es davon in 24 Stunden frisst (Rest wieder wägen). Bei Pferden, die auf Diät gehalten werden: Menge langsam steigern.
  7. Leistung meines Pferdes: was leistet mein Pferd pro Woche (Ausreiten, Geschwindigkeit/Zeit, Longieren, Training, usw).

Mit diesen Daten können Sie sehr genaue Resultate bekommen. Lassen Sie die Rationsberechnung von einer erfahrenen, unabhängingen Person/Institut vornehmen.
Cavaleiras empfiehlt für die Berechnung zum Beispiel das Tierspital Zürich.

Pferde, die Kräuterliebhaber

In Kräutern steckt eine Vielzahl von natürlichen Inhaltsstoffen welche das Pferd benötigt und seit jeher Bestandteil ihrer natürlichen Nahrung waren. Das wussten schon die alten Stall- und Rittmeister aus der Antike und behandelten ihre Pferde mit speziell auserlesenen Kräutern. Ob ein Husten in Anmarsch war oder die Verdauung Probleme bereitete, bei vielen Beschwerden waren die passenden Kräuter da.

Pferde sind perfekte Kräutersammler und wissen normalerweise von Natur, aus was ihnen gut tut. Da unsere Weiden jedoch intensiv bewirtschaftet werden, sie dadurch auslaugt und artenarm werden, sowie unsere Pferde sich nicht mehr ihrem Instinkt entsprechend in der Natur bewegen und sich so ihre Kräuter selber zusammensuchen können, ist es wichtig, sie mit den benötigten Vitaminen und Spurenelementen zu versorgen.

Kräuter enthalten diese Nährstoffe und sie werden im Verdauungstrakt des Pferdes optimal verwertet, da sie organisch verfügbar sind.

Kräuter enthalten zum Beispiel ätherische Öle, Schleimstoffe, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoside, ausserdem Mineralien und Spurenelemente (Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel etc.) und Vitamine.

Aus der Kombination dieser Stoffe, wie sie in den Kräutern enthalten sind, können die Pferde zum einen die essentiell benötigten Nährstoffe beziehen, zum andern kann die Entgiftung des Organismus angeregt werden, sowie der Stoffwechsel unterstützt und das Immunsystem positiv beeinflusst werden. Ausserdem haben bestimmte Kräuter eine positive Wirkung auf den Bewegungsapparat, den Atmungsapparat oder sind bei Haut-, Fell- und Hufproblemen von positiver Wirkung.

In vielen Pferdefuttermitteln sind zwar Kräuter enthalten, jedoch ist die Dosierung zu gering, um unsere Pferde in ausreichendem Masse mit den so wichtigen Pflanzeninhaltsstoffen zu versorgen.

Deshalb bietet Ihnen Cavaleiras natürliche Kräutermischungen, welche auf die Bedürfnisse Ihres Pferdes abgestimmt sind und einfach mit in passender Menge mit dem Kraftfutter oder auch alleine verfüttert werden können.

Häufige Hufprobleme

Die wichtigsten Faktoren für gesunde Hufe sind

  • Regelmässiges (tägliches)säubern von Strahl und Sohle
  • Regelmässige Hufpflege (Beschlag, Barhufpflege)
  • Regelmässige Bewegung auf unterschiedlichem Untergrund
  • Ausgewogene Mineralstoff- und Vitaminversorgung
  • Sauberen, trockenen Stall und Auslauf.

Ursachen von Hufproblemen sind oftmals Fehlstellungen, falsche Hufkorrektur und Beschlag, Fehlernährung, Aufzuchts- und Beschlagsschäden.
Aus eigener Erfahrung können häufig auftretende Hufprobleme, bei ansonsten korrekter Haltung/Behandlung, auch ein Anzeichen für eine Krankheit an einer ganz anderen Stelle bedeuten.

  • Brüchige oder schlecht nachwachsende Hufe: Stoffwechsel zu langsam, gestörte Verdauung, zu wenig durchblutet, Mangel/Überversorgung an Vitamin-Mineralstoffen oder sogar eine Kombination der genannten Punkte.
  • Strahlfäule: die Zerstörung des Strahlhorns durch Fäulnisvorgänge, hervorgerufen durch bakterielle Erreger und Pilzbefall in Verbindung mit Feuchtigkeit, besonders im Herbst und Frühjahr. Schlecht gemistete Boxen, Laufstelle und sumpfige Ausläufe sind meist die Ursache, aber auch die schlechte Hufbeschaffenheit, einen veränderte Hufform wie z. B. Zwanghufe (Trachtenzwanghufe), weil der Strahl bei solchen Hufen stark eingezwängt und schlechter durchblutet ist.
  • Steingallen: Steingallen sind Verfärbungen des Hufhorns durch Blutungen in der Huflederhaut. Diese entstehen unter anderem durch Quetschungen, meist im Eckstrebenbereich, aber auch im Bereich der weißen Linie. Auch eine Hufrehe kann die Ursache sein. Die Steingalle gelangt mit dem Nachwachsen von neuem Horn nach und nach an die Oberfläche. Vergleichbar mit einem Bluterguss unterm Fingernagel.· Hufabszess: Bei einem Hufabzess sammelt sich Eiter zwischen Huflederhaut und Hufhorn an (meist im Sohlenbereich) und kann für das Pferd sehr schmerzhaft sein.
  • Huflederhautentzündung: Die Huflederhautentzündung entsteht durch eine Überreizung der empfindlichen Lederhaut und ist für das Pferd meist sehr schmerzhaft· Hufrehe: eine nicht eitrige ausgedehnte Huflederhautentzündung, die in verschiedenen Stärken auftritt und entweder meist paarig die Vorderhufe, einen oder alle vier Hufe befällt und auch sehr schmerzhaft ist.
  • Hufrollenentzündung: wenn sich die Knochen- und Gewebsstrukturen im Bereich der Hufrolle verändert, die auch Strahlbeinlahmheit genannt.

Erste Behandlungstipps: Einheitlich kann eine Stoffwechselanregung empfohlen werden, damit eine Entgiftung und Durchblutungssteigerung stattfinden kann.
Bei einigen Problemen eignet sich ein Angussverband um einen Abszess reifen zu lassen, bei anderen eher Kühlung, Hufpolsterung wegen der Schmerzen und natürlich immer eine gründliche Reinigung und Desinfektion.

Sollten die Hufe Ihrem Pferd Probleme bereiten, bieten wir verschiedene natürliche Produkte zur Unterstützung in unserem Shop an.

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